Vorbeugender und konstruktiver Explosionsschutz nach ATEX

Bild einer Staubexplosion

Systemberatung zur Auslegung von
Entstaubungsanlagen


Für die Konzeption und Auslegung einer
Anlage zur Emissionsabsaugung und
Luftreinigung bei einer Maschine oder
Anlage sind die physikalischen Bedin-
gungen und gesetzlichen Vorschriften und
Richtlinien zu beachten.

Für diesen Themenkomplex bietet Keller
umfassende Erfahrung aus Forschung
und Praxis.

Ermittlung explosionstechnischer
Kenngrößen zur Auslegung von
Entstaubungsanlagen

Die EU-Richtlinie ATEX 137 verpflichtet den Betreiber einer Anlage mit Explosionsgefahr ein Explosionsschutzdokument zu erstellen.

Dazu ist die Explosionsgefahr zu ermitteln
und zu bewerten. Dies wiederum setzt die
Ermittlung der explosionstechnischen
Kenngröße des anfallenden Staubes
voraus.

Eine Staubuntersuchung durch Keller
verschafft Klarheit und Sicherheit


Mit zwei aufeinander basierenden Dienst-
leistungspaketen kann Keller bei der
Bewertung der Explosionsgefahr, bei der
Ermittlung der explosionstechnischen
Kenngröße und bei der Festlegung der
Explosionsschutzmaßnahmen zielgerichtet
unterstützen.

< Näheres dazu unter den Fragestellun-
gen im Menü links

Paket 1 (Klärung)
Sind Explosionsschutzmaßnahmen
erforderlich?


Leistungsumfang der Untersuchung:
– Sieben auf Fraktion < 63 µm
– Ermittlung der Explosionsfähigkeit

in einer ‘modifizierten Hartmann-
apparatur‘
– Nicht explosionsfähig
– Explosionsfähig
– Staubexplosionsklasse St1
– Staubexplosionsklasse St2

– Entsorgungspauschale
– Erforderliche Staubmenge: ca. 100 g

Preis der Analyse 665.- €
zzgl. gesetzlicher MWSt

Paket 2 (Entscheidung)
Zündquellenvermeidung oder
konstruktiver Explosionsschutz


Entstehen beim abgesaugten Prozess
keine Zündquellen, ist bei Stäuben mit
Mindestzündenergie > 10mJ die Vermei-
dung sonstiger Zündquellen als Explosionsschutz ausreichend. Bei niedrigen Werten wird ein konstruktiver Explosionsschutz zwingend benötigt.

Leistungsumfang der Untersuchung:
– Sieben auf Fraktion < 63 µm
– Bestimmung Korngrößenverteilung
– Ermittlung Mindestzündenergie ohne
Induktivität
– Entsorgungspauschale
– Erforderliche Staubmenge: ca. 300 g

Preis der Analyse 1.951.- €
zzgl. gesetzlicher MWSt

Hinweis zur Abwicklung:


Die Staubprobe ist so zu entnehmen,
dass sie für den zu bewertenden Prozess
repräsentativ ist.

Die Staubprobe ist in gut verschlosse-
nem Beutel an nachstehende Adresse
zu schicken:

Keller Lufttechnik GmbH + Co. KG
Jens Kuhn
Neue Weilheimer Str. 30
73230 Kirchheim unter Teck
Wichtig:
Folgende Informationen sind
der Staubprobe beizulegenDetails

– Firmenanschrift
– Ansprechpartner mit Mailadresse
– Produktname oder Staubart
– Lagerfähig bei Raumtemperatur?
– Hygroskopisch?
– Ekzemerregend?
– Lösemittel enthaltend?
– Ist der Staub gefahrstoffhaltig?
– Gibt es spezielle Handhabungs-
vorschriften?

Untersuchungsdauer:
i. d. R. 10 Arbeitstage
Prüfbericht kommt per Mail

Formularausdruck >

Paket 3
Auslegung konstruktiver Explosions-
schutzmaßnahmen


Unterschiedliche Schutzstrategien sind
Druckentlastung oder Explosionsunter-
drückung. Hier sind oft die betrieblichen
Rahmenbedingungen von entscheiden-
der Bedeutung.

Leistungsumfang der Untersuchung:
– Sieben auf Fraktion < 63 µm
– Bestimmung Korngrößenverteilung
– Ermittlung der Druckanstiegsgeschwin-

digkeit (KSt-Wert) und des max. Explosionsdrucks pmax in der 20 l-Kugel (Screening, d.h. es wird nur 1 Versuch durchgeführt)

– Entsorgungspauschale
– Erforderliche Staubmenge: ca. 200 g

Preis der Analyse 2.460.- €
zzgl. gesetzlicher MWSt

Paket 4
Ermittlung des Mischungsver-
hältnisses bei Inertisierung mit
Kalksteinmehl

Bei dieser Art von Explosionsschutz wird
inertes Kalksteinmehl zudosiert. Weitere
Explosionsschutzmaßnahmen sind dann
nicht nötig.

Für eine optimale Wirkung der Kalkstein-
mehlzugabe muss das geeignete
Mischungsverhältnis von Kalksteinmehl
und Staub bestimmt werden. Durch eine
Untersuchung lässt sich dieses Verhält-
nis auf bis zu 1:1 reduzieren.

Leistungsumfang der Untersuchung:
– Sieben auf Fraktion < 63 µm
– Bestimmung Korngrößenverteilung
– Ermittlung des erforderlichen

Mischungsverhältnisses Kalkstein-
mehl: explosionsfähiger Staub in der
20 l-Kugel in 12 %-Schritten

– Entsorgungspauschale
– Erforderliche Staubmenge: ca. 500 g

Preis der Analyse 3.883.- €
zzgl. gesetzlicher MWSt

Hinweis zur Abwicklung:


Die Staubprobe ist so zu entnehmen,
dass sie für den zu bewertenden Prozess
repräsentativ ist.

Die Staubprobe ist in gut verschlosse-
nem Beutel an nachstehende Adresse
zu schicken:

Keller Lufttechnik GmbH + Co. KG
Jens Kuhn
Neue Weilheimer Str. 30
73230 Kirchheim unter Teck
Wichtig:
Folgende Informationen sind
der Staubprobe beizulegenDetails

– Firmenanschrift
– Ansprechpartner mit Mailadresse
– Produktname oder Staubart
– Lagerfähig bei Raumtemperatur?
– Hygroskopisch?
– Ekzemerregend?
– Lösemittel enthaltend?
– Ist der Staub gefahrstoffhaltig?
– Gibt es spezielle Handhabungs-
vorschriften?

Untersuchungsdauer:
i. d. R. 10 Arbeitstage
Prüfbericht kommt per Mail

Formularausdruck >

Die Klärung dieser Frage liegt
in der Verantwortung des
Betreibers (ATEX-Richtlinien)

Entscheidungshilfen u. a.:
– Vorgabe durch Betreiber/
Sicherheitsdatenblatt
– Abschätzung mit GESTIS-
Staub-Ex-Datenbank
– Staubuntersuchung durch
Keller/Prüfinstitut

RELOAD
JA
Info >
Beispiele: organischer Staub,
Leichtmetallstaub, Stahl-Strahlstaub
NEIN
Info >
Beispiele: mineralischer Staub,
Keramikstaub, i. d. R. Edelstahl
und Schweißrauch
Keine weiteren
Maßnahmen notwendig
Ist eine EX-Atmosphäre vermeidbar?
< zurück
NEIN
Info >
Vermeidung von Zündquellen
innerhalb der Absauganlage
bei Trockenabscheidung
ZUM TEIL
Info >
Abreinigung im Stillstand

Überwachung auf Zünd-
quelleneintrag

Sonderfall:
Schutzkonzept ProSens
bei MMS
JA
Info >
Bei Fortluftbetrieb durch
Nassabscheidung
Bei nur geringem Staubanfall
durch Feststoffinertisierung
Durch Nassabscheidung
oder Feststoffinertisierung
  • Durch das Schutzkonzept ProSens
    • Für Prozesse mit geringem Staubanfall und seltenen Zündquellen
    • Abreinigung im Stillstand
    • Überwachung auf Zündquelleneintrag

    Beträgt die MZE > 10mJ (normale
    Zünd-Energie) – und kann die
    Erfassung einer wirksamen Zünd-
    quelle ausgeschlossen werden?

    < zurück
    NEIN
    JA
    Keine weiteren
    Maßnahmen nötig
    Erfolgt die Aufstellung
    im Freien?

    < zurück
    JA
    NEIN
    Waagerechte Druckentlastung
    über Berstscheiben
    (Sicherheitsbereich ca. 10-20 m)

    Senkrechte Druckentlastung
    (Umlenkung über „Berstkanal“)
    (Sicherheitsbereich reduziert (ca. 2,5-3,5 m))

    Erfolgt die Aufstellung
    an der Außenwand?

    < zurück
    JA
    NEIN
    Waagerechte Druckentlastung
    über Berstscheiben + Verwahrung
    (Sicherheitsbereich ca. 10-20 m)

    Schräge Druckentlastung über
    Berstscheiben + Targo-Vent + Verwahrung
    (Sicherheitsbereich reduziert (ca. 7-14 m))

    Wird Metallstaub
    abgeschieden?

    < zurück
    JA
    NEIN

    • Auslegung auf Pmax (Druckstoßfestigkeit i. d. R. 10 bar)
    • Schutzkonzept ProSens

        - Für Prozesse mit geringem Staubanfall und seltenen Zündquellen
        - Abreinigung im Stillstand
        - Überwachung auf Zündquelleneintrag

    • ProPipe

        - Benötigt Sicherheitsbereich
        - Flammenlose Druckentlastung für Aluminium-Staub bis KST = 300

    • ProPipePlus

        - Aufstellung ohne Sicherheitsbereich
        - Flammenlose Druckentlastung für Aluminium-Staub bis KST = 180

    • ProVentPlus (geeignet für Abscheider TR-1)

        - Aufstellung ohne Sicherheitsbereich
        - Flammenlose Druckentlastung für Aluminium-Staub bis KST = 180

    • Flammenlose Druckentlastung ProVent

        - Benötigt Sicherheitsbereich
        - Druckstoßfestigkeit i.d.R. 0,4 bar

    • Explosionsunterdrückung

        - Kein Sicherheitsbereich
        - Druckstoßfestigkeit i.d.R. 0,4 bar
        - Bei toxischen Stäuben, Gasen/hybriden Gemischen